Der Dispatcher der 302

 

Mein Dienst und meine Aufgaben als Dispatcher der 302
 

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Wolfgang Reh

Ich war vom 01.04.1989 bis 30.09.1991 Angehöriger der Dienststelle 302 in Langsdorf.

Meinen Dienst verrichtete ich in der Verwendung als Bauwerksdispatcher.

 

 

 

 

Welche Aufgaben hat ein Bauwerksdispatcher?

Der Dispatcher hat die Aufgabe das Bauwerk (Bunker) jederzeit und unter allen Lagebedingungen störungsfrei und ununterbrochen zu betreiben. Dazu gehört auch das Bedienen und Betreiben der Elektroschaltanlagen, der Netzersatzanlage, der Wasserversorgung, der Klimaanlagen und der Schutztechnik.  Voraussetzung für diese Tätigkeit ist eine umfassende Systemkenntnis aller im Bauwerk installierten technischen Anlagen der Ver- und  Ent- Sorgungstechnik. Bei Störungen und Unregelmäßigkeiten ist entsprechend zu reagieren um eine vollständige Einsatzbereitschaft der Anlagen zu gewährleisten.

Dazu ist er befugt dem Personal des technischen Dienstes Weisungen zu erteilen um diese Einsatzbereitschaft herzustellen. Der Bauwerksdispatcher ist nach Dienst als Stellvertreter des Bauwerkskommandanten eingesetzt. So weit einmal ein grober Überblick über die Aufgaben des Bauwerksdispatchers.

Meinen Dienst in der 302 konnte ich nach einen Monat Einarbeitung selbständig erfüllen. Dabei waren mir meine Vorkenntnisse aus meiner vorherigen Verwendung sehr hilfreich. Ich war vorher 13 Jahre lang Leiter Wartungsdienst in der Dienststelle Klein Kussewitz.

Aus dieser Tätigkeit kannte ich die Mehrzahl der technischen Anlagen, die auch in der für mich neuen Dienststelle 302 installiert waren.

Der Dienst

War als 24 Stunden Dienst ausgelegt. Dabei gab es sehr unterschiedliche Belastungen. Es gab Dienste da ist überhaupt nichts passiert. Es gab aber auch Dienste da war die blanke Hektik angesagt. Nachts war in der Regel Ruhe und ich konnte sogar am Arbeitsplatz ein wenig die Augen schließen. Wenn natürlich das Wetter meinte es muß mit sehr viel Wind und sonstigen Dingen auf sich aufmerksam machen dann war keine Ruhe. Denn bei Sturm und starken Wind war die Stormversorgung sehr instabil und wir haben nicht selten  auf die stabile Versorgung mit Strom durch die Netzersatzanlage umgeschaltet. Dann war es natürlich aus mit der Ruhe. Denn die Netzersatzanlage bedurfte einer ständigen Überwachung.

Ich möchte hier klarstellen, dass dies nur ein kleiner Abriß aus meinem früheren Lebensabschnitt war. Durch die vergangenen Jahre kann es natürlich sein dass ich einiges vergessen habe. Wenn es jemanden gibt, der diese Aufgaben des Bauwerksdispatchers ergänzen möchte dann bin ich darüber nicht böse

 

Wolfgang Reh

 

 
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